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Mölders wurde am 22.11.1973 Namensgeber für das Jagdgeschwader 74 “Mölders” in Neuburg/Donau, wie schon 1968 für einen Zerstörer der Marine und 1972 für die Luftwaffenkaserne in Visselhövede.
Nach eingehender Prüfung begründete vor vier Jahrzehnten vor allem die Überlieferung durch Zeitzeugen seine Aufnahme in die Tradition der Bundeswehr. Nach den Grundsätzen der Inneren Führung zählte die ganze Persönlichkeit, nicht nur seine herausragende Leistung als Fliegeroffizier. Angetrieben von Ideologie und Zeitgeist, wird seit einem halben Jahrzehnt versucht, Mölders zu diffamieren. Dabei geht es weniger um ihn als um die Grundsätze, nach denen sich Tradition bilden soll.
Am 28.01.2005 hat Bundesminister der Verteidigung Dr. Struck die Weiterverwendung des Namens in der Tradition der Bundeswehr beendet. Dem Jagdgeschwader 74 “Mölders” wurde der Name in einem Appell unter Ausschluss der Öffentlichkeit entzogen.
Die mit diesem Fall Mölders ausgelöste Debatte führt über die Traditionsbildung hinaus zu Fragen nach dem Schutz des Andenkens Verstorbener, den Grenzen der politischen Auseinandersetzung, der Wahrnehmung von Amtsverantwortung und der demokratischen Praxis in unserer Zeit.
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