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Im Helios-Verlag ist das Buch “Jagdflieger Werner Mölders - Die Würde des Menschen reicht über den Tod hinaus” von Dr. Hermann Hagena erschienen, herausgegeben von den Mölders-Freunden Bonn. Der Titel wurde in Anlehnung an eine Äußerung des Generalinspekteurs der Bundeswehr (General Schneiderhan, 2007) gewählt. Das Buch wird international angeboten.
Die öffentliche Vorstellung fand am 13.03.2008 unter reger Beteiligung in Neuburg/Donau, Standort des Jagdgeschwaders 74 statt.
Die Erstauflage ist beim Verlag restlos vergriffen. Eine zweite Auflage ist beabsichtigt und wird vorbereitet.
Ausgangspunkt der Diffamierung von Mölders und der anhaltenden Auseinandersetzung über Traditionsbildung war die Ächtung der deutschen Legion Condor im Spanischen Bürgerkrieg (1936 - 39) durch eine linke Zufallsmehrheit im Deutschen Bundestag (1998). Der Bundestag wollte - einmalig in der Nachkriegsgeschichte - pauschal allen Angehörigen einer Wehrmacht-Formation jegliches ehrendes Gedenken versagen; davon ist Mölders betroffen, der für einige Monate im Spanischen Bürgerkrieg eingesetzt war.
Hagena weist nach, dass es sich bei der Legion Condor um eine reguläre Truppe handelte und dass sie weder völkerrechtswidrig gekämpft, noch wie eine Soldateska gewütet hat - im Gegensatz zu den Anschuldigungen der antifaschistischen Propaganda. Der als bloße Entschließung zustande gekommene und damit unverbindliche Bundestagsbeschluss, der von den Ministern Rühe (CDU) und Scharping (SPD) zunächst zurückgewiesen, von Minister Struck schließlich umgesetzt wurde (2005), hat keine moralische oder gar rechtliche Grundlage. Die Umstände dieses Vorgehens werden von Hagena aufgeklärt. Die darauf fussende Bewertung der demokratischen Praxis und Qualität der politischen Auseinandersetzung unseres Landes besonders in den Jahren bis 2006, aber auch noch danach, konnte demnach nur ernüchternd ausfallen. Das gleiche gilt für die Wahrung des Andenkens Verstorbener und den Umgang mit deren Nachfahren, sowie - das eigentliche Thema der moelders.info - die Entwicklung einer zeitgemäßen Tradition insbesondere für die Bundeswehr.
Im Buch wird auch das wegen seiner gewollten Einseitigkeit umstrittene Sondergutachten des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes zur Traditionswürdigkeit von Mölders abgedruckt. Das ist eine wertvolle Quelle, da das Gutachten nach einer Intervention des Generalinspekteurs zumindest im Internet-Auftritt des MGFA nicht mehr zugänglich ist.
Das Buch ist keine Biographie im engen Sinne, aber die biographischen Anteile lassen schon die herausragende Persönlichkeit Mölders´ erkennen. Die etwas später erschienene, von Dr. Kurt Braatz verfasste ausführliche Biographie beschreibt, was zum Verständnis der Persönlichkeit nötig ist. Die Durchforstung der verfügbaren Quellen hat inzwischen zu weiteren Erkenntnissen geführt, die auszugsweise in moelders.info geschildert und in der zweiten Auflage von Hagenas Buch ihren Niederschlag finden werden.
Dr. Hagena hat für seine quellengestützte Arbeit viel Anerkennung gefunden. Das Ergebnis läßt auch erkennen, dass ursprünglich vom Bundesministerium der Verteidigung beabsichtigt war, die Tradition der Bundeswehr politisch umfassender zu “bereinigen”. Die parteipolitisch und ideologisch motivierte Vorgehensweise wurde aufgrund massiver Proteste abgebrochen, fand aber zuvor auch bei einigen Angehörigen der Luftwaffe Anklang. Diesen Sachverhalt verbindet der Autor mit weiterführenden Überlegungen zur Traditionsbildung.
Es sind zahlreiche Rezensionen des Buches erschienen. Eine Übersicht finden Sie unter diesem Link: Rezensionen_zusammenfassung
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