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“Der Mölderianer” ist sowohl die Verbandszeitschrift des Jagdgeschwaders 74 in Neuburg/Donau als auch das Organ der Mölders Vereinigung e.V. Im folgenden wird ein Artikel von Dr. Kurt Braatz aus dieser Zeitschrift wiedergegeben, der sich mit einer gemeinsamen Tagung des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes und der Luftwaffe befasst, in der es um die Tradition der Luftwaffe geht - natürlich auch am Beispiel des Falls Mölders. Dabei kam wieder der Disput auf, ob die Luftwaffe für ihre Traditionsbildung weiter zurückgehen müsse als etwa 1955 und Persönlichkeiten aus Vorgängerarmeen einbeziehen sollte, etwa Richthofen oder Steinhoff.
Es war eine verdienstvolle Veranstaltung, wenn auch keine allgemein akzeptierte Traditionslinie gefunden wurde - letzten Endes bleibt dies eine Führungsaufgabe. Für den Umgang mit der Wehrmacht kam es zum alten Konflikt - “alle Soldaten waren Instrument des verbrecherischen Nationalsozialismus und kommen für die Traditionsbildung nicht in Betracht” versus “es gab zu allen Zeiten beispielgebende Soldaten, es zählen der Einzelfall und das persönliche Vorbild”, dagegen geriet die Bewusstseinsbildung, was die in der Nachkriegsluftwaffe bereits entstandene Tradition sein soll, zu kurz.
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